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Die drei achten Klassen UIIIa, UIIIb und UIIIc haben sich im Mai während des Distanzlernens im Fach Mathematik mit dem Thema „Wahrscheinlichkeit“ auf sehr kreative Weise auseinandergesetzt: Sie gestalteten Lapbooks, in denen es um Laplace- und Nicht-Laplace-Experimente, Baumdiagramme, das Pascal’sche Dreieck und die Binomialverteilung geht.

Ein Lapbook ist gerade so groß, dass man es sich auf den Schoß (engl. lap) legen kann. Es handelt sich dabei um eine aktive Mappe, in der Lern- und Arbeitsergebnisse gesammelt und dokumentiert werden. Das Besondere ist, dass es sich bei einem Lapbook um eine mehrfach aufklappbare Mappe handelt, die wiederrum mehrere Minibücher zu verschiedenen Teilbereichen des Themas enthält. Diese wiederum müssen erst aufgeklappt, durchgeblättert oder gedreht werden, bevor die jeweiligen Informationen lesbar werden.

Dabei entwickelten die Schülerinnen und Schüler zudem jeder für sich ein eigenes Glücksspiel, das auf einem zwei- oder dreistufigen Zufallsexperiment basiert, berechneten die zugehörigen Gewinnwahrscheinlichkeiten und führten ihr Spiel auch in der Familie durch.

Das Feedback der Schülerinnen und Schüler zu diesem Projekt war sehr positiv: So wurde zum einem das Offline-Arbeiten in Zeiten des Online-Unterrichts als gelungene Abwechslung erlebt, aber auch das ganz praktische Arbeiten mit Schere und Papier und der kreative, vertiefende Zugang zum Thema Wahrscheinlichkeit wurde geschätzt:

„Die Lapbook-Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, obwohl es sehr viel Aufwand war dieses zu gestalten. Es hat mir im Endeffekt jedoch sehr geholfen das Thema sehr gut zu verstehen, da man sich mit dem Thema auseinandersetzen musste.“ (Kate A., UIIIa)

„Trotz Aufwand war ich glücklich mit meinem Lapbook und bin froh zu sehen, was ich alles geschafft habe.“ (Roxana B., UIIIa)

„Ich finde, dass die Stochastik ein sehr abstraktes Thema ist, das durch das Lapbook anschaulicher und greifbarer wurde. Am meisten Spaß hat es mir gemacht, mir eine eigene Wahrscheinlichkeitsaufgabe zu überlegen.“ (Anouk S., UIIIb)

„Mathe in dieser kreativen Art fand ich richtig gut. Es war einmal etwas anderes und ich konnte alles Wesentliche zur Wahrscheinlichkeit gut zusammenfassen.“ (Charlotte Ku., UIIIa)

„Die Bearbeitung der Lapbooks war eine schöne Abwechslung zum normalen Matheunterricht, indem man hauptsächlich rechnet und Buchaufgaben bearbeitet. Es war interessant mal Aufgaben auf eine andere Art und Weise zu betrachten und sich kreativ ausleben zu können. Durch das Aufstellen der jeweiligen Regeln, zu den bearbeiteten Aufgaben, konnte man sich diese besser und effektiver merken. Es hat sehr viel Spaß gemacht.“ (Paul-Jasper, W., UIIIb)

„Ich fand die Arbeit mit dem Lapbook sehr kreativ und abwechslungsreich.“ (Zoe, N., UIIIb)

„Ich fand die Aufgaben im Lapbook sehr gut und nicht allzu schwer. Die Aufgabenmenge war auch ok. Da die Zeit im Unterricht etwas kurz war, musste ich noch einiges zu Hause machen.“ (Tim, P., UIIIb)

M. Clausen, S. Haubrock, A. Vogt

 

Fleißig wurde schon in die Pedale getreten und mit 6622 km (Stand 10.06.21) radeln wir im Ranking unter den Bielefelder Schulen schon ziemlich weit vorne mit. Aber da muss noch mehr gehen! Den Schulweg mit dem Fahrrad zu bewältigen, ist bei dem guten Wetter der perfekte Start in den (Schul-)Tag. Damit das Fahrrad auch gesichert den Schultag übersteht, hat der Förderverein des Ratsgymnasiums einige Tipps zusammengestellt: Tipps zur Fahrradsicherung

Julian Liborio und Johannes Diedrichsen aus der 6b machen alles richtig: Mit dem Fahrradhelm sind sie während der Fahrt gut geschützt und ihr Fahrrad haben sie mit stabilen Schlössern am Fahrradparkplatz an der Schule gesichert.

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Das Ratsgymnasium ist von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer zur anerkannten UNESCO-Projektschule ernannt worden. Die Bestätigung musste zuvor aus Paris vom Hauptsitz der UNESCO kommen.

02 Aus dem UNESCO SchullebenSchullkoordinatorin Heike Biermann und Schulleiter Hans-Joachim Nolting stellen Ministerin Yvonne Gebauer das UNESCO-Profil des Ratsgymnasiums vor: Der klimaneutral gedruckte Schulplaner enthält "Lesezeichen" zu verschiedenen UNESCO-Aktivitäten. © Ratsgymnasium

Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland besteht aus rund 300 Schulen, davon 47 in NRW. Vertreten sind alle Schulformen. Die Schwerpunkte sind Demokratie- und Menschenrechtsbildung, interkulturelles Lernen, Welterbe-Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und „Global Citizenship Education“ sowie Chancen und Risiken des digitalen Zeitalters. Die Projektschulen tragen damit zur Umsetzung der „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen bei.

Starke Säulen unter einem gemeinsamen Dach - Mit den UNESCO-Leitthemen treffen sich am Ratsgymnasium ganz verschiedene Schulprojekte entsprechend dem UNESCO-Logo unter einem gemeinsamen Dach. Das beginnt im Kleinen etwa mit dem klimaneutral gedruckten Schulplaner und den Konzepten zur nachhaltigen Mobilität. Gemeinsame Aktionen wie „Heb‘ die Hand für Menschenrechte“ oder ein Synagogen-Besuch im Jahrgang 8 gerade am 9. November sowie die Arbeit in der SV und im Schülerrat stärken das Verständnis für Demokratie und Menschenrechtsbildung. Bei den regelmäßigen Klassenfahrten nach Langeoog steht das bewusste (Er)Leben im Weltnaturerbe Wattenmeer im Mittelpunkt. Das interkulturelle Lernen wird durch Aktionen wie internationales Kochen, Austauschprogramme und das Native Speaker Projekt gefördert. Durch das Projekt Benin wird eine Partnerschaft zu einer Schule und Krankenstation im westafrikanischen Benin gepflegt. Die Leitlinien der UNESCO und der Agenda 2030 geben diesen und anderen Aktivitäten ein gemeinsames Dach, mehr noch gemeinsame Orientierung im Sinne einer Leitkultur.

Die Steine tragen sich gegenseitig - Yvonne Gebauer erläuterte: „Die Schulen in Bergisch Gladbach, Bielefeld, Dortmund, Krefeld, Recklinghausen und Verl eint, dass die UNESCO-Leitthemen die gesamte Schulkultur prägen – vom außerschulischen Lernen über das schulische Leben bis in den Unterricht hinein. Dadurch ermöglichen sie den Schülerinnen und Schülern einen konkreten und handlungsbezogenen Erkenntnisgewinn und eine ganzheitliche Wertebildung.“ Dabei verglich sie nach Seneca unsere Gesellschaft mit einem Steingewölbe, das zusammenbrechen würde, wenn die Steine sich nicht gegenseitig tragen. Klaus Schilling erklärte: „Wir freuen uns sehr, die neuen UNESCO-Projektschulen in Nordrhein-Westfalen als aktive Mitglieder des weltweiten Schulnetzwerks der UNESCO willkommen zu heißen! Damit werden ihre Anstrengungen und Leistungen für eine hochwertige Bildung im Zeichen der nachhaltigen Entwicklungsziele gewürdigt.“

Ein langer Weg - Für die Ernennungsurkunde hatte sich das Ratsgymnasium seit 2013 auf den dafür vorgeschriebenen Weg gemacht. Dieser Weg begann zunächst als „interessierte Schule“ und ging 2016 als „mitarbeitende Schule“ weiter. Das Ratsgymnasium musste gegenüber dem Netzwerk Konzepte und Projekte nachweisen. Auf Koordinatoren- und Fachtagungen und im OWL-Netzwerk der UNESCO-Projektschulen steht das Rats in einem regen Austausch. Nachdem 2019 der Antrag zur „anerkannten“ Schule gestellt worden war, begann allerdings vor allem coronabedingt eine lange Wartezeit – auf die ersehnte Nachricht aus Paris. Auch die dem Anlass angemessene große Schulfeier musste pandemiebedingt leider ausfallen. Mit der Überreichung der Urkunde in Düsseldorf ist die Anerkennung aber nun offiziell. Neben dem Ratsgymnasium wurden fünf weiter NRW-Schulen in den UNESCO-Kreis aufgenommen, darunter eine Gesamtschule, drei Gymnasien und ein Berufskolleg. Die UNESCO-Projektschulen arbeiten eng zusammen und profitieren vom weltweiten Austausch mit über 11.500 Projektschulen in mehr als 180 Ländern. Die Bundeskoordination ist bei der Deutschen UNESCO-Kommission in Bonn angesiedelt.

Kurzbeitrag unter WDR-Kulturnachrichten
https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/unesco-zeichnet-nrw-schulen-aus-100.html

Pressemitteilung auf unesco.de vom 27. Mai 2021
https://www.unesco.de/bildung/unesco-projektschulen/unesco-projektschulen-deutschland/neuaufnahmen-nordrhein-westfalen

 H. Biermann, 10.06.21

Eine Fortbildung für das Kollegium 

Anja Karlmeier, Entwicklungsneuropsychologin und Leiterin der Erziehungsberatungsstelle Bethel, stellte am Mittwoch, dem 10.03.2021, in einem digitalen Video-Meeting interessierten Kolleginnen und Kollegen ihr Einsatzgebiet vor und erläuterte die vielfältigen Hilfsangebote der Beratungsstelle für Schülerinnen und Schüler und für Eltern. 
In einem informativen Austausch ging es um aktuelle Ergebnisse der Hamburger COPSY-Studie und die besonderen Herausforderungen für Schülerinnen und Schüler im Corona-Ausnahmezustand. Gerade vor der Öffnung der Schulen im eingeschränkten Präsenzunterricht im Wechselmodell ab 15.03. standen unterschiedliche und bereichernde Anregungen für die Aufarbeitung von Erfahrungen im Distanzunterrichtund im Lockdown im Mittelpunkt.

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R. Tenge, 10.03.21