Mit einer festlichen Feierstunde in der Aula ist Jan Hirscher in sein Amt als neuer Schulleiter des Ratsgymnasium eingeführt worden. Schülerinnen und Schüler, Kollegium, Eltern sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und der Bezirksregierung kamen zusammen, um den neuen Schulleiter für seine kommende Amtszeit alles Gute zu wünschen.
Für den musikalischen Auftakt sorgten der Bläserkreis und die Bigband unter der Leitung von Dominik Hummel. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Ira Melcher setzte die Big Band des Ratsgymnasiums weitere musikalische Akzente.
In ihrer Begrüßung blickte Ira Melcher auch auf die zurückliegenden Monate zurück. In ihrer Begrüßung nahm sie Bezug auf die Vorstellung von Herrn Hirscher im jüngst erschienenen "Gelben Heft", der Zeitschrift der Ehemaligen, und dessen dort formulierte Leitlinie „Bildung in Gemeinschaft mit Bewegung“. Von einem Schulleiter, der sich ein solches Motto gebe, sei jedenfalls kein Stillstand zu erwarten, machte sie deutlich.
Auch Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer richtete ein Grußwort an den neuen Schulleiter und wünschte Jan Hirscher für seine Amtszeit viel Erfolg. Im Anschluss leistete die Schülervertretung unter dem Titel „Mit Ihnen, mit uns – wir gemeinsam“ ihren Beitrag zur Feierstunde. Dabei wandten sich auch die Schülersprecher Fritz Nowak und Moritz Uhlenbrock in einer Videobotschaft im Namen der SV direkt an den neuen Schulleiter und wünschten ihm für seine neue Aufgabe viel Erfolg. Für einen humorvollen und zugleich persönlichen Akzent sorgten die Schülerinnen und Schüler der SV, die während des Beitrags Papierschilder mit Wünschen für den neuen Schulleiter hochhielten. Nicht alle dieser Wünsche waren dabei ganz ernst gemeint – und sorgten entsprechend für den einen oder anderen Schmunzler im Publikum.
Dr. Andreas Müller, Dezernent der Bezirksregierung, würdigte anschließend die neue Schulleitung und gab Jan Hirscher ebenfalls gute Wünsche für die bevorstehenden Aufgaben mit auf den Weg.
Unter der Leitung von Pia Sewing und Jakob Warlich setzte die Theater-AG mit einer Szene aus Michael Endes „Momo“ thematisch einen passenden Impuls: In einer Zeit, in der Schnelligkeit und Zeitdruck den Alltag bestimmen, kommt der Schule die Aufgabe zu, Räume für Bildung, Begegnung und gemeinsames Nachdenken zu schaffen.
In seiner abschließenden Rede griff Jan Hirscher auf ein literarisches Bild aus Ferdinand von Schirachs Roman „Alexander“ zurück: das Bild des Leuchtturmwärters. Der Leuchtturm steht dabei für Herrn Hirscher sinnbildlich für die Schule. Er soll Licht geben, ohne den Weg der Menschen selbst vorzugeben. Im übertragenen Sinne bedeutet dieses Licht (auch im Sinne der Aufklärung) Bildung, Wissen und Erkenntnis. Schülerinnen und Schüler sollen dadurch Orientierung erhalten, um ihren eigenen Weg gehen und ihren eigenen Kurs bestimmen zu können. Auch seine eigene Rolle als Schulleiter beschrieb Herr Hirscher mithilfe dieses Bildes. In Anlehnung an die Selbstbeschreibung des Leuchtturmwärters im Roman formulierte er für sich und für alle an Schule Beteiligten den Anspruch, mutig, tapfer und sanft zu sein. Denn dies sei doch das Ziel von Bildung allgemein. Eine Schulleitung könne aber insbesondere Orientierung geben und Verantwortung übernehmen, zugleich aber auch mit Menschlichkeit und Bedacht handeln.
M.Karmann, 07.10.2026
