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Politikwettbewerb

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kam der ehemalige Sozialwissenschaftskurs des Rats am Samstag zu seinem Abschied zusammen. Eigentlich hätte eine mehrtägige Kursfahrt nach Berlin inklusive Besuch der Bundeskanzlerin auf dem Plan gestanden, da dies der Preis für einen gewonnen ersten Platz im deutschlandweiten Politikwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung gewesen wäre. Zum Thema „30 Jahre deutsche Einheit“ hatten die Schülerinnen und Schüler einen Podcast produziert, der die Jury sehr überzeugte Vertreter der Bundeszentrale rückten an und überraschten die Schülerinnen und Schüler an einem Morgen im März sogar mit Pressebegleitung im Unterricht. Leider machte Corona den Planungen dann einen Strich durch die Rechnung. Die für Juni anberaumte Fahrt konnte nicht stattfinden und eine Verschiebung war nicht möglich, da viele der Abiturientinnen und Abiturienten nach dem Abschluss bereits zwecks Studium, Praktika und FSJ in alle Richtungen verstreut waren. Lösung des Problems: Die Kosten der gewonnen Fahrt sollten dem Kurs ausgezahlt werden. Die Schülerinnen und Schüler entschlossen daraufhin, dass ein Großteil des Gewinns einem guten Zweck zukommen sollte. Als dann das Hochwasser über Teile des Landes hereinbrach, war auch schnell klar, wofür. Um dem Sieg gebührend zu würdigen, traf sich der Kurs gemeinsam mit ihrem Kurslehrer Michael Karmann nun am Samstag im Restaurant „Nichtschwimmer“ zu einem großen Abschlussessen, bei dem auch das sagenhafte Spendenergebnis von genau 3108,50 € verkündet werden konnte.

M. Karmann, 06.09.21

Urkunde Hochwasser

           Emscher 1   Emscher 2    Emscher 3

„Mir war nicht klar, wie viel man durch Begrünung und Wasser in der Stadt erreichen kann, um damit Hitze zu regulieren.“ So brachte ein Schüler seine Erkenntnis aus der 7. Emscher-UNESCO-Schülerfachtagung auf den Punkt. Vom 28. bis 30. Juni 2021 beschäftigten sich rund 80 Schüler*innen und ihre Lehrkräfte intensiv teils digital, teils vor Ort mit dem Thema „Blaugrüne Infrastrukturen – Klimawandel und -anpassung im urbanen Raum“. Unterstützung und vielfältigen Input erhielten die Jugendlichen auf der virtuellen Konferenz von Expertinnen und Experten der Emschergenossenschaft, der beteiligten Kommunen sowie Vertretern und Vertreterinnen von Scientists for Future und Fridays for Future. Auf App-basierten Klimatouren machten sich die Schüler*innen in ihrer Stadt daran, Beispiele für blaugrüne Infrastrukturen wie Gründächer oder Aufenthaltsräume mit Wasserelementen zu entdecken und spannende Aufgaben zum Thema zu lösen.

Anschließend wurden eigene Projektideen entwickelt, wie man an der Schule und im schulischen Umfeld die Folgen des Klimawandels mithilfe blaugrüner Infrastrukturen mildern kann. Und es bleibt nicht bei Ideen – viele konkrete Projekte gehen in die Umsetzung: Es werden Schuldächer und -höfe begrünt, Tümpel ausgebaut, Bäume gepflanzt, grüne Wände geschaffen und Blühwiesen angelegt. Zudem ist geplant, Regenwasser von Dächern abzuleiten und zu sammeln. Auch Hühnerhaltung und Hochbeete soll es geben. Darüber hinaus wird ein Klima-Willkommenspaket mit klimaneutralem Schulplaner, Umweltsticker und vielen Infos erarbeitet. Ein tolles Ergebnis!

Die Veranstaltung wurde von der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen unterstützt sowie vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW und der Emschergenossenschaft finanziell gefördert.

Neugierig, was die sieben Schülerinnen und ein Schüler der Jahrgangstufe 9 (Schuljahr 2020/21) auf ihrer Klimatour durch Bielefeld erforscht und welche Projektidee sie entwickelt haben? Dann folge dem Link:

https://www.canva.com/design/DAEix3XMSww/V2RT35OXYJY5pAeI_NM9GQ/view?utm_content=DAEix3XMSww&utm_campaign=designshare&utm_medium=link&utm_source=sharebutton

 K. Schrodt, 31.08.21

Am Samstag sind auf dem Schulhof die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet worden. Wie im letzten Jahr fand die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie nicht in der Aula des Gymnasiums am Waldhof, sondern auf dem Schulhof statt. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten die Schülerinnen und Schüler auf der Bühne ein musikalisches Unterhaltungsprogramm. Unterstützung gab es von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen EF und Q1, die sich während der Veranstaltung um den Service kümmerten. Halb wehmütig, halb scherzend blickten dann Annika Geilert und Vincent von Nordeck im Namen der Stufe auf ihre Zeit am Rats zurück.

Wir gratulieren und wünschen allen Abiturientinnen und Abiturienten für ihre Zukunft alles erdenklich Gute!

M. Karmann, 22.06.21

Das Förderkonzept des Ratsgymnasiums setzt darauf, rund um den aktuellen Unterrichtsstoff Fragen zu klären und zu üben sowie „Problemthemen“ auf den Grund zu gehen. Dazu gibt es ergänzende Angebote in den Kernfächern Englisch, Latein und Mathematik sowie Deutsch (Lesen/Rechtschreibung). Aktuell kommt noch der Aspekt dazu, die Grundlagen zu sichern.

Der Förderunterricht ist mitgegangen
Seit dem ersten Lockdown im März 2020 haben sich Schüler:innen und Lehrer:innen als „Lerngemeinschaft“ am Rats immer wieder neuen Bedingungen stellen müssen: Lernen per Cloud im Wochentakt, Distanzlernen nach festem Stundenplan über MS Teams, Wechselunterricht und aktuell wieder in Vollpräsenz. Während der ganzen Zeit sind die Förderangebote ebenfalls weitergelaufen und haben sich den jeweiligen Bedingungen angepasst. So konnte der persönliche Kontakt über Teams genutzt werden, um in kleinen Gruppen Nachfragen zu stellen und Themen nachzuarbeiten bzw. zu vertiefen.

foerderunterrichtGemeinsam im Tiefgang. Förderlehrerin Julia Katharina Müller hat ihre Gruppe mal nicht in der üblichen „Galerie“, sondern mit einem symbolischen Hintergrund dargestellt. © Müller

Auch online hat es „etwas gebracht“
„Mir hat der Förderunterricht sehr viel Spaß gemacht und hat meine Arbeit verbessert.“
„Ebenfalls war es toll, dass der Förderunterricht auch in Distanz online weitergeführt wurde. Die Übungen online, die Frau Müller rausgesucht hatte, waren meist sehr hilfreich.“

In Präsenz mit allen Standards
Die Selbsttests, das Tragen einer FFP2-Maske, die Einhaltung bzw. Durchsetzung der notwendigen Abstände und die Dokumentation der Sitzordnung – all das sind auch für unsere externen Förderlehrkräfte Standards, die zur Zeit eingehalten werden müssen. Wir freuen uns, dass wir da gut kooperieren und den Förderunterricht mit gutem Gewissen anbieten können. Denn eines ist sicher: Der Förderunterricht soll weitergehen.

H. Biermann, 21.06.21

Die drei achten Klassen UIIIa, UIIIb und UIIIc haben sich im Mai während des Distanzlernens im Fach Mathematik mit dem Thema „Wahrscheinlichkeit“ auf sehr kreative Weise auseinandergesetzt: Sie gestalteten Lapbooks, in denen es um Laplace- und Nicht-Laplace-Experimente, Baumdiagramme, das Pascal’sche Dreieck und die Binomialverteilung geht.

Ein Lapbook ist gerade so groß, dass man es sich auf den Schoß (engl. lap) legen kann. Es handelt sich dabei um eine aktive Mappe, in der Lern- und Arbeitsergebnisse gesammelt und dokumentiert werden. Das Besondere ist, dass es sich bei einem Lapbook um eine mehrfach aufklappbare Mappe handelt, die wiederrum mehrere Minibücher zu verschiedenen Teilbereichen des Themas enthält. Diese wiederum müssen erst aufgeklappt, durchgeblättert oder gedreht werden, bevor die jeweiligen Informationen lesbar werden.

Dabei entwickelten die Schülerinnen und Schüler zudem jeder für sich ein eigenes Glücksspiel, das auf einem zwei- oder dreistufigen Zufallsexperiment basiert, berechneten die zugehörigen Gewinnwahrscheinlichkeiten und führten ihr Spiel auch in der Familie durch.

Das Feedback der Schülerinnen und Schüler zu diesem Projekt war sehr positiv: So wurde zum einem das Offline-Arbeiten in Zeiten des Online-Unterrichts als gelungene Abwechslung erlebt, aber auch das ganz praktische Arbeiten mit Schere und Papier und der kreative, vertiefende Zugang zum Thema Wahrscheinlichkeit wurde geschätzt:

„Die Lapbook-Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, obwohl es sehr viel Aufwand war dieses zu gestalten. Es hat mir im Endeffekt jedoch sehr geholfen das Thema sehr gut zu verstehen, da man sich mit dem Thema auseinandersetzen musste.“ (Kate A., UIIIa)

„Trotz Aufwand war ich glücklich mit meinem Lapbook und bin froh zu sehen, was ich alles geschafft habe.“ (Roxana B., UIIIa)

„Ich finde, dass die Stochastik ein sehr abstraktes Thema ist, das durch das Lapbook anschaulicher und greifbarer wurde. Am meisten Spaß hat es mir gemacht, mir eine eigene Wahrscheinlichkeitsaufgabe zu überlegen.“ (Anouk S., UIIIb)

„Mathe in dieser kreativen Art fand ich richtig gut. Es war einmal etwas anderes und ich konnte alles Wesentliche zur Wahrscheinlichkeit gut zusammenfassen.“ (Charlotte Ku., UIIIa)

„Die Bearbeitung der Lapbooks war eine schöne Abwechslung zum normalen Matheunterricht, indem man hauptsächlich rechnet und Buchaufgaben bearbeitet. Es war interessant mal Aufgaben auf eine andere Art und Weise zu betrachten und sich kreativ ausleben zu können. Durch das Aufstellen der jeweiligen Regeln, zu den bearbeiteten Aufgaben, konnte man sich diese besser und effektiver merken. Es hat sehr viel Spaß gemacht.“ (Paul-Jasper, W., UIIIb)

„Ich fand die Arbeit mit dem Lapbook sehr kreativ und abwechslungsreich.“ (Zoe, N., UIIIb)

„Ich fand die Aufgaben im Lapbook sehr gut und nicht allzu schwer. Die Aufgabenmenge war auch ok. Da die Zeit im Unterricht etwas kurz war, musste ich noch einiges zu Hause machen.“ (Tim, P., UIIIb)

M. Clausen, S. Haubrock, A. Vogt